„Dessau und die Welt“
| August Klughardt: Festouvertüre Es-Dur op. 78 zur 100-jährigen Jubelfeier des Herzoglichen Hoftheaters zu Dessau |
| Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert Nr. 5 Es-Dur op. 73 Anhören via youtube |
| Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 56 „Schottische“ Anhören via youtube |
| Dirigent: Antony Hermus; Solistin: Ragna Schirmer, Klavier |
Zur Saisoneröffnung vor dem Jubiläumsjahr „800 Jahre Anhalt“ stehen drei Werke auf dem Programm, die alle in irgendeiner Form einen Bezug zu Dessau aufweisen. Zwei davon gehören zum Grundrepertoire der Sinfonieorchester in aller Welt. Die Uraufführung des berühmten 5. Klavierkonzertes von Ludwig van Beethoven fand jedoch nicht in Beethovens Wahlheimat Wien statt – leider auch nicht in Dessau –, sondern im Leipziger Gewandhaus. An jenem 28. November vor 200 Jahren saß ein 25-jähriger Musiker als Solist am Klavier, der knapp 10 Jahre später seine Lebensstellung als „Herzoglich-Anhalt-Dessauischer Hofkapellmeister“ antreten sollte: Friedrich Schneider. Felix Mendelssohn Bartholdy, dessen Großvater Moses Mendelssohn am 6. September 1729 in Dessau geboren worden war, pflegte zeitlebens enge Kontakte zu Freunden und Kollegen in der Muldestadt, u.a. zu Konsistorialrat Julius Schubring, der ihn bei seinen Oratorientexten beriet, und auch zu „Friedrich, dem Weltgerichts-Schneider“. Die „Schottische“, Mendelssohns von Reiseeindrücken inspirierte bedeutendste Sinfonie, wird den Konzertabend beschließen. Eröffnet wird das Konzert und damit die gesamte Saison mit August Klughardts „Festouvertüre zur 100-jährigen Jubelfeier des Herzoglichen Hoftheaters zu Dessau“ von 1898, in der auch der „Dessauer Marsch“ zitiert wird.
