Antonín Dvorák: Violoncellokonzert h-Moll op. 104 Anhören via youtube
Edward Elgar: Sinfonie Nr. 1 As-Dur op. 55
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Dirigent: GMD Antony Hermus
Solist: Gavriel Lipkind, Violoncello
Kein anderer Komponist hat der selbstbewussten nationalen Hochstimmung im britischen Imperium der Jahre vor dem 1. Weltkrieg so glanzvollen musikalischen Ausdruck verliehen wie Sir Edward Elgar [1904 von König Edward VII. geadelt]. Bestes Beispiel hierfür ist der »Pomp- and-Circumstance«-Marsch Nr. 1 aus op. 39 [1901], der als »Land of Hope and Glory« fast zur zweiten britischen Nationalhymne wurde. Freilich ist Elgars Musik weit mehr als bloßer »Pomp«. Über seine 1. Sinfonie sagte der Komponist: »Es gibt kein Programm jenseits der weit gefassten Erfahrung menschlichen Lebens, verbunden mit einer großen [Nächsten-]Liebe und einer massiven Hoffnung auf die Zukunft.« Nach der Uraufführung dieser Sinfonie 1908 in Manchester feierte die Presse das Werk als »das Edelste, das je von einem englischen Komponisten zu Papier gebracht wurde«. Hans Richter, Widmungsträger und Dirigent der Uraufführung, nannte sie »die größte Sinfonie unserer Zeit, die vom bedeutendsten heute lebenden Komponisten geschrieben wurde«. Richter war zwei Jahrzehnte zuvor auch ein aufrichtiger Bewunderer der Werke Dvoráks gewesen, denen er in England die Bahn bereitet hatte. Dvoráks berühmtes Cellokonzert, geschrieben 1895 noch in Amerika, aber mit deutlich spürbarer Sehnsucht nach seiner böhmischen Heimat, wurde denn auch, dank seiner guten Kontakte zur Insel, im März 1896 unter Dvoráks persönlicher Leitung in London uraufgeführt.
