„Virtuosen“
| Franz Liszt: „Les Préludes“, Sinfonische Dichtung Nr. 3 Anhören via youtube |
| Niccolò Paganini: Violinkonzert Nr. 1 D-Dur op. 6 Anhören via youtube |
| Béla Bartók: Konzert für Orchester Anhören via youtube |
| Dirigent: Daniel Carlberg; Solist: Nemanja Radulovic, Violine |
Kaum ein Musiker hat seine Mitwelt so fasziniert wie der dämonische „Teufelsgeiger“ Niccolò Paganini. Auf Konzertreisen durch ganz Europa versetzte er sein Publikum in Ekstase. Dabei hatte er meist auch eines seiner eigenen Violinkonzerte im Gepäck. Sie vermitteln uns noch heute einen Eindruck von der schwindelerregenden Virtuosität dieses Mannes und kennzeichnen ihn zudem als originelle Komponistenpersönlichkeit. Gerühmt wurde zudem sein ausdrucksreiches kantables Spiel. Ohne das Beispiel Paganinis wäre die Karriere mancher Komponisten anders verlaufen. Z.B. die von Franz Liszt, den man zwar früh als pianistisches Wunderkind feierte, für den jedoch erst die Begegnung mit Paganinis Kunst 1832 in Paris zum Schlüsselerlebnis wurde. „O Gott, wie viele Qualen, wie viel Elend, wie viel Marter in diesen vier Saiten!“, rief er begeistert aus. Als „Paganini des Klaviers“ wurde Liszt eine der legendärsten Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts. Anlässlich des 200. Geburtstages am 22. Oktober erklingt sein berühmtestes Orchesterwerk: „Les Préludes“. Von Liszts ungarischem Landsmann Béla Bartók stammt das „Konzert für Orchester“. Dieses Auftragswerk für die Kussewitzky-Stiftung wurde 1944 einer der größten Erfolge in Bartóks Künstlerleben, nur kam er für den in der Emigration in den USA lebenden, leukämiekranken Komponisten zu spät. Er starb 10 Monate später.
