4. Sinfoniekonzert

11.02.10, 19.30Großes Haus
12.02.10, 19.30Großes Haus

»UNSTERBLICHE LIEBE (II)«

Hector Berlioz: Ouvertüre zur Oper „Béatrice et Bénédict“
Carl Maria von Weber: Klarinettenkonzert Nr. 1 f-Moll op. 73
Arnold Schönberg: „Pelléas und Mélisande“, Sinfonische Dichtung op. 5
Dirigent: Marzio Conti; Solist: Daniel Ottensamer, Klarinette

G Gleich zwei Liebespaare prägen dieses Konzert – allerdings zwei, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Für „Béatrice et Bénédict“ stand Shakespeares Komödie „Viel Lärm um nichts“ Pate. Die beiden Titelhelden haben für Liebe und Ehe nur Hohn und Spott übrig – und heiraten am Ende doch! Hector Berlioz hat zu dieser komischen Oper [uraufgeführt 1862] eine heitere und transparente Musik geschrieben, die man ihm gar nicht zugetraut hätte. Ähnlich dürfte es dem Hörer bei Arnold Schönbergs großer Sinfonischer Dichtung „Pelléas und Mélisande“ gehen. Wer diesen Komponisten ausschließlich mit Expressionismus und 12-Ton-Technik in Verbindung bringt, kennt nicht den frühen Schönberg und seinen ausladenden spätromantischen Stil, der uns in diesem 1903 vollendeten Orchesterwerk entgegentritt. Mélisande liebt Pelléas, ist jedoch mit dessen älterem Bruder Golaud verheiratet. Die Tragödie ist vorprogrammiert ... – Zwischen diesen beiden Liebesgeschichten, der komischen und der tragischen, steht Webers 1. Klarinettenkonzert mit Daniel Ottensamer, dem jungen Soloklarinettisten der Wiener Philharmoniker.