»UNSTERBLICHE LIEBE (II)«
| Hector Berlioz: Ouvertüre zur Oper „Béatrice et Bénédict“ |
| Carl Maria von Weber: Klarinettenkonzert Nr. 1 f-Moll op. 73 |
| Arnold Schönberg: „Pelléas und Mélisande“, Sinfonische Dichtung op. 5 |
| Dirigent: Marzio Conti; Solist: Daniel Ottensamer, Klarinette |
G
Gleich zwei Liebespaare prägen dieses Konzert – allerdings zwei, die unterschiedlicher nicht sein
könnten. Für „Béatrice et Bénédict“ stand Shakespeares Komödie „Viel Lärm um nichts“ Pate. Die
beiden Titelhelden haben für Liebe und Ehe nur Hohn und Spott übrig – und heiraten am Ende doch!
Hector Berlioz hat zu dieser komischen Oper [uraufgeführt 1862] eine heitere und transparente
Musik geschrieben, die man ihm gar nicht zugetraut hätte. Ähnlich dürfte es dem Hörer bei Arnold
Schönbergs großer Sinfonischer Dichtung „Pelléas und Mélisande“ gehen. Wer diesen Komponisten
ausschließlich mit Expressionismus und 12-Ton-Technik in Verbindung bringt, kennt nicht den frühen
Schönberg und seinen ausladenden spätromantischen Stil, der uns in diesem 1903 vollendeten
Orchesterwerk entgegentritt. Mélisande liebt Pelléas, ist jedoch mit dessen älterem Bruder Golaud
verheiratet. Die Tragödie ist vorprogrammiert ... – Zwischen diesen beiden Liebesgeschichten, der
komischen und der tragischen, steht Webers 1. Klarinettenkonzert mit Daniel Ottensamer, dem jungen
Soloklarinettisten der Wiener Philharmoniker.
