„Verachtet mir die Meister nicht!“
| Richard Strauss: „Also sprach Zarathustra“, Tondichtung (frei nach Friedrich Nietzsche) op. 30 Anhören via youtube |
| Antonín Dvorák: Sinfonie Nr. 8 G-Dur op. 88 Anhören via youtube |
| Dirigent: Bertrand de Billy |
Ein Abend mit zwei sinfonischen Meisterwerken der Superlative, dirigiert von einem international erfolgreichen Spitzendirigenten! Bertrand de Billy wirkte von 1993 bis 1995 als geschäftsführender Kapellmeister am Anhaltischen Theater Dessau und kehrt nun erstmals wieder ans Dessauer Dirigentenpult zurück. Im ersten Teil des Programms erklingt Richard Strauss’ Tondichtung (frei nach Friedrich Nietzsche) für großes Orchester „Also sprach Zarathustra“ (1896). Trotz des Bezuges auf Nietzsches bekanntes Buch handelt es sich bei Strauss keineswegs um „in Musik gesetzte Philosophie“ oder „philosophierende Musik“. Zwar zeichnen programmatische Überschriften einige Stationen des Buches nach, doch ist das Strauss-Opus nach rein musikalisch-logischen Gesetzen aufgebaut. Man kann es als Wechselspiel zwischen den entferntesten Tonarten auffassen. Besonders populär wurde der Beginn des Werkes: ein musikalischer Sonnenaufgang in C-Dur, der an prachtvoller Plastizität nichts zu wünschen übrig lässt. Nach der Pause steht Antonín Dvoráks 8. Sinfonie (1889) auf dem Programm. Sie ist Dvoráks formal freieste Sinfonie und gleicht einem bunten Bilderbogen. Im Vordergrund steht die Ausbreitung des reichen, aus den nationalen Quellen gespeisten melodischen Materials, das in ganz besonderem Maße von natürlicher Frische und Musizierfreudigkeit geprägt ist.
