»Auf in die Sonne 2«
Nikolai Rimski-Korsakow: Capriccio espagnol op. 34 Anhören via youtube
Manuel de Falla: »Nächte in spanischen Gärten« für Klavier und Orchester Anhören via youtube
Claude Debussy: »Iberia« Anhören via youtube
Maurice Ravel: »Bolero« Anhören via youtube
Dirigent: GMD Antony Hermus
Solistin: Martina Filjak, Klavier
Anfang Juli 2010 gab es zum Abschluss der Konzertsaison ein begeistert aufgenommenes Konzertprogramm unter dem Titel »Auf in die Sonne« mit spanischer und lateinamerikanischer Musik. Die damals produzierte CD »España« ist mittlerweile vergriffen. Was liegt also näher, als eine Neuauflage dieses Konzerts zu wagen? Ein »Reloaded« – gewissermaßen. Erneut greifen wir in das unerschöpfliche Reservoir spanischer Musik, wobei die Komponisten derselben durchaus auch aus anderen Nationen stammen können. Beispielsweise aus Russland, wie Nikolai Rimski-Korsakow, der auf einer Spanien-Reise das musikalische Material für sein effektvoll instrumentiertes »Capriccio espagnol« zusammentrug. Oder aus Frankreich, wie Maurice Ravel, der diesmal mit seinem Klassik-Hit schlechthin vertreten ist, dem »Bolero«. Auch Claude Debussy war kein Spanier, sondern ein echter »musicien français«. Und doch zeigte er sich fasziniert von der spanischen Musik, ihrer Leidenschaft und ihrer Schwermut. In der dreisätzigen »Iberia«-Suite [1908] schildert er, um mit Heinrich Strobel zu sprechen, die »Vision spanischer Landschaft, spanischen Treibens, spanischer Atmosphäre«, und das alles ohne Tonmalerei. Es ist eine Musik, die beim Hörer Bilder hervorruft, ganz ähnlich wie auch die Sinfonischen Impressionen »Nächte in spanischen Gärten« für Klavier und Orchester von Manuel de Falla, dem einzigen echten Spanier, den das Programm aufzubieten hat. Und ausgerechnet dieses Stück entwarf de Falla in Paris: »Ich war so fern von Spanien, dass ich die Nächte vielleicht noch schöner malte, als sie in Wirklichkeit sind – das liegt an Paris ...«
