8. Sinfoniekonzert

„Sinfonisches Wunschkonzert“

Berthold Goldschmidt: Ouvertüre „Komödie der Irrungen” op. 6
Erich Wolfgang Korngold: Violoncellokonzert op. 37
Max Bruch: „Kol nidrei“ op. 47
Robert Schumann: Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 97 „Rheinische“ oder Johannes Brahms Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98 oder Peter Tschaikowski Sinfonie Nr. 5 e-Moll op. 64
Dirigent: Antony Hermus; Solist: Julian Steckel, Violoncello

Nach dem spanisch-lateinamerikanischen Spielzeitabschluss 2010 und dem Programm „Auf nach Amerika!“ 2011 wird die Saison auch 2012 wieder mit einem ganz besonderen Programm beendet. Diesmal ist unser Publikum aufgerufen, sich eine große romantische Sinfonie auszusuchen. Zur Wahl stehen so unterschiedliche Werke wie Schumanns lebensvolle „Rheinische“, Tschaikowskis dramatische Auseinandersetzung mit dem Schicksal in seiner Fünften und das sinfonische Vermächtnis der Brahmsschen Vierten. Eine ganz eigene Dramaturgie weist dagegen die erste Programmhälfte auf. Zwei jüdische Komponisten, Berthold Goldschmidt und Erich Wolfgang Korngold, die während des Nationalsozialismus in die Emigration gezwungen wurden, stehen dem deutschen Komponisten Max Bruch gegenüber, der zwei original hebräische Melodien zu einem wunderbaren Konzertstück für Violoncello und Orchester verarbeitet hat. Der junge Cellist Julian Steckel begeisterte bereits im April 2010 in Dessau mit Ernest Blochs „Schelomo“-Rhapsodie und gewann im selben Jahr noch den prestigeträchtigen Münchner ARD-Wettbewerb. Bei seinem zweiten Gastspiel macht er das Dessauer Publikum neben Bruchs „Kol nidrei“ mit Korngolds 1946 in Amerika entstandenem einsätzigen Cellokonzert bekannt. Zum Auftakt erklingt Berthold Goldschmidts humorvolle Ouvertüre zu Shakespeares „Komödie der Irrungen“, geschrieben 1925, kurz nach seinem dreimonatigem Engagement als Repetitor am Dessauer Theater.