»Sie aß ein Bißchen, und sagte neugierig zu sich selbst: »Aufwärts oder abwärts?« Dabei hielt sie die Hand prüfend auf ihren Kopf und war ganz erstaunt zu bemerken, dass sie dieselbe Größe behielt. Freilich geschieht dies gewöhnlich, wenn man Kuchen isst; aber Alice war schon so an wunderbare Dinge gewöhnt, dass es ihr ganz langweilig schien, wenn das Leben so natürlich fortging.«
[Lewis Carroll »Alice im Wunderland«]
Alles beginnt mit einem weißen Kaninchen. Eigentlich nichts Ungewöhnliches in einem Park, aber eines mit Taschenuhr weckt dann doch die Neugierde. So auch die von Alice, die dem Häschen in seinen Bau folgt, und dort plötzlich in ein Wunderland gelangt, welches vor Paradoxa und Absurditäten nur so strotzt. Sprechende Tiere und lebendiges Spielzeug, gewohnte Größenverhältnisse sind auf den Kopf gestellt, Kaninchen, Grinsekatze, Hutmacher und alle anderen Bewohner des Wunderlands scheinen der Logik abgeschworen zu haben. Da verwundert das Herrscherehepaar kaum noch, welches mit Flamingos und einem Igel Croquet spielt und Todesurteile ausspricht, die sofort wieder in Begnadigungen umgewandelt werden.
Alice ist fasziniert, aber auch verwirrt von den Bewohnern des Wunderlands. So ist es Enttäuschung und Erleichterung zugleich als das fantastische Abenteuer endet und sie aus ihrem Traum wieder im ordentlichen, aber auch etwas langweiligen Park erwacht.
Tomasz Kajdanski und Anhaltische Philharmonie unter der Leitung von Wolfgang Kluge wollen die Freude am Träumen und Fantasieren erlebbar machen. Die Geschichte von Lewis Carroll spielt in solch bezaubernder Weise mit Logik und Verrücktheiten von Träumen, dass sich Kinder ebenso wie Erwachsene dafür begeistern.
