Dessauer Theaterpredigten

Die »Dessauer Theaterpredigten« greifen in einer Stadt, in der Christentum und Kultur einer aufgeklärten Tradition verpflichtet sind, Theaterinszenierungen auf und befragen sie aus christlicher Sicht. Initiiert wurden die Theaterpredigten vom Anhaltischen Theater Dessau, der Evangelischen Landeskirche Anhalts und der Kirchengemeinde St. Johannis und St. Marien. Kirchen und Theater sind aufgerufen, die Welt auf ihre Art neu zu erschließen und zu verändern. Dabei hüten sie jeweils ein wertvolles Erbe. Gemeinsam ist ihnen auch, dass sie suchen, fragen und bekennen – und sich gegenseitig beeinflussen. Im Ursprung eng verwandt, liegen Kunst und Religion miteinander zwar oft im Streit. Doch Religion ist immer auch Darstellung und Inszenierung, während Kunst immer auch dem Ursprung und Sinn der Dinge nachgeht. Die Dessauer Theaterpredigten finden stets in der Kirche St. Johannis, unweit des Theaters, statt und werden musikalisch – mit Bezug zum Thema – umrahmt. Seit Frühjahr 2008 gibt es die Theaterpredigten, die in der kommenden Spielzeit zu den Produktionen „Nathan der Weise“ und „Ein Maskenball“ fortgeführt werden.