„Das Misstrauen ist die schwarze Sucht der Seele, und alles, auch das Schuldlos-Reine, zieht fürs kranke Aug die Tracht der Hölle an.“
Die Familie Schroffenstein ist entzweit in die Häuser Warwand und Rossitz. Ein Erbvertrag, der festlegt, dass nach dem Aussterben des einen Familienzweiges, dem anderen der gesamte Besitz zugesprochen wird, lässt Hass und Misstrauen zwischen den Familien aufkeimen. Als unter ungeklärten Umständen der jüngste Sohn der Rossitzer tot aufgefunden wird, ist der Mordverdacht schnell ausgesprochen. Blinde Rachsucht verstellt den Blick für die Realität, und setzt eine Spirale entfesselter Gewalt in Gang.
In Christian Weises Inszenierung leben die verfeindeten Schroffensteine Wand an Wand, mitten in Deutschland, mitten unter uns. Die unheilvolle Mixtur aus Misstrauen, Vorurteilen und unterschiedlichen Machtinteressen als Quell gewalttätiger Auseinandersetzungen, kennt auch die Gegenwart nur allzu gut.


