Im Zuge der Französischen Revolution wurde Mozarts „Zauberflöte“ sowohl im Sinne der Progressiven als auch der Konservativen als „Befreiung durch die Weisheit einer besseren Gesetzgebung“ interpretiert und gilt bis heute als „Menschheitsstück“ und „Weltanschauungsdrama“, das in seinem Facettenreichtum dramaturgisch nicht leicht zu fassen ist. Johannes Felsenstein zeigt in seiner Dessauer Inszenierung eine Parabel der Liebe, die allen Prüfungen dieser Welt standhält und die dunklen Mächte für immer überwindet, um das helle Licht des aufgeklärten Humanismus in der Welt leuchten zu lassen.

