Erinnerst Du dich noch an den Hirsch Heinrich? fragt er. „Natürlich! Wie
könnte ich den jemals vergessen!“ sagt sie.
Da sitzen sie, Herr und Frau Müller, in ihrem Wohnzimmer, am
Weihnachtsabend, kurz vor der Bescherung und denken sich zurück in
die Zeit, als sie selbst noch Kinder waren, und ein kleiner Hirsch aus dem
fernen China in ihren Zoo kam. Anfangs fühlte sich der Hirsch sehr einsam, aber wenn
Kinder ihn besuchten, war er glücklich. Doch dann kam der Winter, und immer weniger
Kinder kamen, und weniger, und weniger, und … das Heimweh von Hirsch Heinrich wurde
immer größer. Als das Heimweh unerträglich wird, nimmt er einen gewaltigen Anlauf und
springt über sein Gehege. Ein Abenteuer beginnt, denn weit ist der Weg nach China und
Heinrich ganz allein unterwegs! Ob er aber tatsächlich bis nach China gelangt, dass sei
noch nicht verraten.
Herr und Frau Müller spielen die Geschichte ihrer Kindheit mit allem, was
sie in ihrem Wohnzimmer finden können. Da werden die Stehlampe zum
Käfig und die Salzstreuer zu einer Schulklasse. Die gute Stube verwandelt
sich blitzschnell in einen Wald, eine Stadt, einen Zoo. Mit großem
kindlichem Vergnügen entsteht eine Welt der Fantasie, und natürlich gibt
es auch einen wirklichen Hirsch Heinrich, denn manchmal bekommt man
noch ein ganz besonderes Geschenk …
Eine kleine Vorweihnachtsgeschichte mit Puppen, Objekten und Schauspiel
über die Sehnsucht und die Weihnacht.


