Es gibt Worte, die regen auf die schönste Weise die Phantasie
an. Solch ein wundervolles Wort ist „Salon“, natürlich der französische
Salon, der des 19. Jahrhunderts, in dem Komponisten und
Schriftsteller ihre neuesten Werke vorstellten, sich tiefsinnige bis
überschwängliche Empfindungen ihren Weg bahnten und in die –
so zumindest die weit verbreitete Vorstellung – von wohlhabenden,
charmanten wie zutiefst interessanten Damen eingeladen
wurde. Bedauerlich wäre es, unsere Zeitreise in das Paris des frühen
20. Jahrhunderts böte nicht zumindest einen Abend in einem
dieser legendären Salons.
Gastgeber, das bitten wir uns nachzusehen, ist dabei nicht eine
jener attraktiven Damen, sondern der verwandlungsfähige Steffen
Schleiermacher, der uns zu einer Soirée in den Salon von Erik
Satie einlädt. Als weitere Gäste haben sich die Kollegen Franz Liszt
und Kurt Weill angekündigt – allesamt und jeder auf seine Weise
ein Erneuerer der Musik. Doch haben sie sich wirklich gekannt,
geschweige denn getroffen? Die wahren Abenteuer sind im Kopf –
und Antworten womöglich im Salon des Erik Satie zu finden.
Klavier und Moderation: Steffen Schleiermacher
