In der Reihe Künstler-Porträt stellt Heribert Germeshausen, Leitender Dramaturg Musiktheater / Operndirektion, am Sonntag, 5. Juni um 10.30 Uhr den Bassbariton Ulf Paulsen vor. Das Anhaltische Theater Dessau lädt hierzu ins Foyer des Großen Hauses ein.
Die Stimme des in Bremervörde bei Hamburg geborenen Opernsängers Ulf Paulsen lässt sich nicht so leicht in eine gängige Fachschublade drängen. Sein Stimmumfang ermöglicht es ihm, Rollen des Baritonfachs ebenso überzeugend zu gestalten, wie Partien aus dem Bereich des Bassbariton- und sogar des Bassfachs (Wassermann, Sarastro). Seit 2001 ist Ulf Paulsen festes Mitglied des Anhaltischen Theater Dessaus, wo er gleich zweimal den Zuschauerpreis „Theo" verliehen bekam, nämlich für seinen Wassermann und zwei Jahre später für seinen „Don Giovanni". Gastspiele führten ihn u.a. nach Prag, Braunschweig, Halle, Chemnitz, Wroclaw, Liberec, Münster, Hagen und Trier. Dabei hatte er die Gelegenheit mit so namhaften Kollegen zusammenzuarbeiten, wie Kent Nagano, Gabriele Schnaut, Kurt Rydl, John Treleaven, Doris Soffel, Peter Herbolzheimer, Konstantin Wecker, Dirk Bach und Hella von Sinnen. Am Anhaltischen Theater Dessau ist er in der Spielzeit 2010/2011 u.a. in der „Richard-Wagner-Gala“, als Graf René Anckarström in „Ein Maskenball“, Dr. Falke in „Die Fledermaus“, Selva in „Die Stumme von Portici“, Friedrich von Telramund in „Lohengrin“, Withelaw Savory in „One Touch of Venus“, als Wirt in „Der Protagonist“, Tonio „Der Bajazzo [I Pagliacci]“, als Schaklowity in „Chowanschtschina“ und demnächst als Guglielmo in „Così fan tutte“ zu erleben.
