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Die Meinungsseite ist ein öffentliches Forum für das Publikum des Anhaltischen Theaters Dessau. Beiträge sind mit dem Eintrag sofort für alle Teilnehmer sichtbar. Das Anhaltische Theater behält sich jedoch vor, Beiträge, die andere Forumsteilnehmer oder Mitglieder des Ensembles verunglimpfen oder beleidigen zu entfernen. Stellungnahmen der Theaterleitung erfolgen in diesem Forum nur in Ausnahmefällen bei Anfragen und sind immer namentlich gekennzeichnet. Erklärungen zu den Inszenierungen werden online seitens des Theaters nicht abgegeben. Das Anhaltische Theater bietet zahlreiche Veranstaltungen und Publikationen zu den Interpretationen der Werke an. Schriftliche Anfragen per Brief werden gerne beantwortet. Um die Transparenz dieser Plattform zu erhöhen empfehlen wir von der Verwendung von Pseudonymen abzusehen und mit dem eigenen Namen zu zeichnen.


Am 11.03.2010 um 13:08 Uhr schrieb Johannes Schmidt:

Also ich war in der Generalprobe und fand es großartig. Werde auch die Kinder mit zur Vorstellung nehmen. Achtung- es gibt leider nur noch einige wenige!

Am 08.03.2010 um 15:33 Uhr schrieb Julian:

War jemand in dem Weill-Musical? Die Kritiken sind etwas widersprüchlich, den Fotos nach zu urteilen scheint es die 40er wieder auferstehen lassen zu wollen. Musikalisch ist es sicher klasse, oder?

Am 06.03.2010 um 13:58 Uhr schrieb nachfrager:

Der Dramaturgie fällt wohl nichts mehr ein?

Am 02.03.2010 um 22:10 Uhr schrieb operon:

Lieber Philologe, ich sehe , Sie verstehen mich!! Daß ist aper schöhn....

Am 01.03.2010 um 19:37 Uhr schrieb Erika Best:

Mein wildes Herz in deine Ruh! Vielen Dank für den wundervollen Abend im Bauhaus.

Am 01.03.2010 um 05:00 Uhr schrieb Stefan:

Lieber Wotan.

Ich bin der Meinung, dass das, was Dir gefällt, nicht als allgemeingültig erklärt werden kann.

Mir z.B. gefiel der "Nathan" gut; ok, nicht alle Schauspieler waren glänzend und akustisch war es nicht exzellent, aber im Großen und Ganzen "touchte" mich das, was ich auf der Bühne sah. Vieles war durchdacht, manchmal überhob sich die Regie.

"Schroffenstein" war richtig gut, fand ich. Ich finde nicht, dass sich Herr Weise mit Kleist "übernommen" hat. Im Gegenteil: mir gefiel sein Ansatz dieses Stück in diesem Stil in die Gegenwart zu transferieren.

Wunderbar die "Lulu" (da sind wie uns einig!). Es ist ein Trugschluss den Erfolg eines Theater allein an den Zuschauerzahlen zu messen, Qualität und Ideen müssen auch her.

Und da Sie Felsenstein zitieren... merke ich, dass wir völlig konträr an die Bewertung einer Inszenierung und dieses Hauses heran gehen.

Gut so!

Stefan, 26 Jahre aus Dessau

Am 01.03.2010 um 03:36 Uhr schrieb Wotan:

Es ist sehr schön, dass dieses Meinungsforum, das ja fast eingeschlafen war, wieder auflebt. Schade ist es, wenn Kritik mit persönlichem Kleinkrieg endet, das bringt uns nicht weiter. Ich denke alle, die sich hier beteiligen, wollen, dass dieses Dessauer Theater weiterlebt und ich für meinen Teil ganz gewiss aber... Ich möchte darauf hinweisen dürfen, dass dieses Haus nur anerkannt besucht und finanziert wird, wenn es viele Menschen erreicht. Ich habe in meinem Beitrag kein Genre in den Himmel gehoben, oder ein anderes verunglimpft, sondern ganz einfach umsichtiges und vor allem qualitativ hochwertiges Theater eingefordert. Ich nannte zB. Lohengrin (auch oder gerade in seiner modernen aber eben professionell gemachten Lesart), oder die 1a gemachte Kinderoper "Schaf" im Alten Theater (Eltern geht da hin mit euren Kindern, da wird belehrt ohne dass man es merkt und das ist die wirkliche Kunst), die Operette " La Perichole oder die Tanzinszenierung "Lulu" sowie viele liebevoll gemachte Stücke der Puppenbühne. Ich kritisiere aber nach wie vor einen Nathan der deswegen langweilt, weil es an schauspielerischer Leistung und Überzeugungskraft mangelt. Da hilft auch kein noch so riesiges Bühnenbild in dem hauptsächlich Text aufgesagt wird, ohne die Zuschauer wirklich zu berühren. Wie wenig Bühnenbild man braucht, wenn man seinen Job gut macht zeigt doch zB. " Der letzte Einruf" im KAT. Der Schauspieler Herr Fiedler hat es eben drauf und einige "Amateurdarsteller" wie in "Familie Schroffenstein", die noch nicht mal den sprachlichen Ausdruck beherrschen, müssen sich daran messen lassen und sollten Kritik annehmen genau wie die Regie, die sich mit Kleist übernommen hat. Die volle Leistung ist gefordert, sonst braucht man doch garnicht zum Theater gehen als Künstler, Zitat Johannes Felsenstein, der zumindest in künstlerischer Hinsicht immer 100% gefordert hat, was er in Publikumsgesprächen immer wieder betont hat, leider hat er das Gespräch viel zu selten gesucht und damit sein Publikum brüskiert. Wenn das was da "früher" zu sehen war so muffig oder altmodisch war, hätte sich das Anhaltische Theater wohl kaum so einen hohen Rang wie in Gasttheatern im SchweizerWinterthur,in Wolfsburg oder auch in Schweinfurt erspielt und eine so erfolgreiche Gastspielreise in 10 japanischen Städten mit tausenden begeisterten Besuchern und einer tollen Werbung für Dessau als Kulturzentrum hätte es nie gegeben. Das muss erstmal wiederholt werden und dann kann weiter geschimpft werden oder sollte man einfach daran anknüpfen ?? In erster Linie und das ist der Kern des Ganzen, soll das Theater GUT unterhalten und dazu gehört Ausgewogenheit, auch wenn man sich nur für modernes Regietheater interessiert. Man kann übrigens auch eine Volksmusikveranstaltung mit hohem Qualitätsanspruch präsentieren, leider wurde hier allzusehr der Gier nach hohen Umsätzen geopfert, statt Klasse zu zeigen was durchaus möglich ist, wenn es die richtigen Leute anpacken. Die besten Beispiele wie schlimm es werden kann, gab es erst kürzlich im grossen Haus zu sehen ich erinnere nur an die völlig heruntergekommene ABBA Show oder das muikalische "Trauerspiel" Herr der Ringe das sogar technisch katastrophal war. Die Kartenpreise dagegen hatten hohes Niveau, gelitten hat das Theater und sein Ruf !! Das muss aber heute trotzdem alles bedient werden, auch die Operette oder buntes Tanztheater bzw. Musical, aber immer auf einem möglichst hohen Niveau (das ist auch eine Form der kulturellen Erziehung aber die ist nicht so offentsichtlich) und das hat nichts mit Geld zu tun, sondern mit Können der Darsteller und der Regiearbeit. Im Moment zeigt das Theater zu wenig Bandbreite, ist ja auch nicht leicht nach dem personellen Kahlschlag im künstlerischen Bereich. Wo ist zB. das klassische Ballett im Spielplan ??? Es gibt modernes Tanztheater, aber doch bitte nicht nur! Wo sind unterhaltsame gern auch belehrende Komödien, egal ob aus neuen oder alten Federn, gut gemacht bzw. gespielt müssen sie sein, und die Hosen dürfen ruhig mal oben bleiben, es geht auch ohne "pornographische" Darstellungen und verhilft zu Niveau. Wir hoffen als Publikum zB. sehr auf "One Touch of Venus",warum, weil man nach dem optischen Langweiler " Candide" endlich wieder gutgemachtes Musical sehen will, was es früher reichlich gab, kann sich zB. jemand an Antoni Gebler erinnern " Ein Käfig voller Narren" oder Gerhard Platiel`s "Maske in Blau" ?? Also nicht einfach auf früher schimpfen, sondern genau hinsehen und hinhören und berechtigte Kritik annehmen,aber auch loben, denn das ist das Brot des Künstlers, es kann nur motivieren. Man verzeihe mir meine Offenheit, aber ich hänge genau wie alle die hier schreiben sehr an diesem Haus und ich lasse mir gern beweisen, dass ich mich irre, wenn der Vorhang das nächste mal aufgeht!!!

Am 01.03.2010 um 01:06 Uhr schrieb Philologe:

Ach, lieber Operon, manchmal sind kleine orthografische Fehler so entlarvend: Wenn man "Prophezeiungen" mit "h" schreibt, dann kommt plötzlich das schöne alte Wort "zeihen" ins Spiel - und das meint nichts weniger und nichts mehr als "jemandem etwas vorwerfen". Zeihen Sie also bitte so gut und machen Sie es wie der Prophet, der ja im eigenen Lande bekanntlich ohnehin nichts gilt - und beteiligen Sie sich einfach nicht "weitzer", wie Sie es ja bereits versprochen hatten. Viel Spaß bei 3sat!

Am 28.02.2010 um 20:14 Uhr schrieb operon:

Streitkultur muss hier wohl erst noch entwickelt werden. Und, lieber Dessauer, wenn ich ungezügelt schimpfe, hört es sich anders an! *grins*.
Und Schmähungen erst recht!. Man wird ja noch seine Prophezeihungen äußern dürfen....Was ist daran selbstgefällig?? Fällt Ihnen dazu nichts Besseres ein??

Am 28.02.2010 um 20:12 Uhr schrieb alte Theatergängerin:

Ja, es darf jeder seine Meinung sagen. Aber die Toleranz, die man für sich selbst fordert, sollte man dann anderen auch zugestehen. Das schafft man, zugegeben, nicht immer. Trotzdem sollte man nicht so tun, als wäre alles, was im Anhaltischen Theater jetzt passiert, schlecht. Es gibt doch ne Menge Leute, denen die Inszenierungen gefallen. Auch das muss man mal akzeptieren können.

Am 28.02.2010 um 18:55 Uhr schrieb freya:

Ja,wir sind ein "Offenes Land", wo jeder "seine" Meinung sagen darf. "Demokratie" nennt man das!! Streitkultur!!Wer muss hier noch lernen? Übrigens = Bürger (Zuschauer) sagen ihre Meinung auch mit den Füßen - nicht erst seit Heute.

Am 28.02.2010 um 18:45 Uhr schrieb ein Dessauer:

OPERON,
jetzt schimpfen aber Sie sehr ungezügelt. Und schon allein die Ankündigung einer RING-Inszenierung in Dessau zu verteufeln, ist böseste Schmähung und Beschimpfung.
Warum sind Sie nur so selbstgefällig - kommen Sie doch aus Ihrer inneren Diktatur heraus und seien etwas lockerer...

Am 28.02.2010 um 17:51 Uhr schrieb operon:

Erziehen? Aufrütteln? Aufregen?
Alles dahin, wo es hingehört. Warum sollte gerade das Theater uns erziehen sollen? Und mit welchem Ziel bitte? Und welchem Anspruch? Müssen wir als erwachsene mündige Bürger das Theater als unsere Erziehungsanstalt begreifen? Wo uns z.B. Lohengrin verdeutlicht, in welcher "schlimmen Diktatur" wir alle leben????......

Am 28.02.2010 um 11:13 Uhr schrieb operon:

So lange hier nur mit Schmähungen, Beschimpfungen, dem Herabsetzen von Kritikern hantiert wird, lohnt es wohl nicht, sich hier weitzer zu beteiligen. Es zeigt die Arroganz derjenigen, die meinen, sich so leicht über bestimmte Meinungen hinwegsetzen zu können. Das Muster ist gar zu einfach: Die Kritiker verstehen nichts von der Sache, sind dumm, unterhaltungsverliebt, von gestern uswusf. Diese Sichtweise zeigt deutlich, dass die hier geäußerte Kritik in ihrem Kern nicht , aber auch gar nicht verstanden worden ist. Die Quittung dafür werden wir alle in einigen Jahren bekommen. Da bin ich mir sicher. Aber da hier offensichtlich an differenzierter Auseinandersetzunmg kein Interesse besteht, lassen wir es....(Mir graut schon jetzt vor dem Dessauer RING. Der aus Valencia -zu sehen in den letzten Wochen auf 3sat- zeigt, dass man auch ohne erhebliche Verbiegungen des Stücks modernes, sehr eindrucksvolles Operntheater machen kann.)

Am 28.02.2010 um 02:25 Uhr schrieb Hans B.:

Zitat vom 25.02.2010 um 01:57 Uhr (Wotan): "Ich bin absolut davon überzeugt, dass [...] sich das Publikum in dieser Region weder erziehen noch in seinem kulturellen Geschmack umorientieren lässt."

Wenn das Theater nicht erziehen oder aufrütteln oder aufregen darf, dann hat es hier in Dessau auch nichts zu suchen. Die Sturheit und Ignoranz einer unterhaltungsverliebten und nicht zu verändernden (Theater)Kultur darf dann gern durch Fernseh- und Volksmusikveranstaltungen ausgefüllt werden.

Ein Theater das nicht den Zweck der Bildung, der Auseinandersetzung und des Aufruhrs haben darf, ist sinnlos. Es bleibt nur noch die hohle Hülle Unterhaltung. - Wotan, Freya und wie Sie sich noch alle hinter pseudo-rühmlichen Namen verstecken wollen (diese Namensgebungen sind bereits dekadent), Ihre Argumente zur demographischen Entwicklung sind berechtigt, Sie sind aber nicht haltbar für das Kulturschaffen, dass Sie sich hier verbieten bzw. dem Sinn absprechen. Sie (Wotan, Freya) sind bereits diejenigen, die den Rückgang unserer Kultur durch Ihren Konservatismus eingrenzen und damit untergehen lassen! Nicht die, die noch gar nichts von Theater, von klassischer Musik oder Literatur wissen. Denn diejenigen haben noch den Vorteil, dass man es ihnen noch nahe bringen kann.

Aber für diejenigen wollen Sie offenbar gar keine Kultur machen.

Am 27.02.2010 um 18:42 Uhr schrieb Falstaff:

"Magister: Von Schmähsucht sind wir weit entfernt.
Wir tadeln nur, damit ihr lernt...
Prinzipal: Ihr urteilt, als wäret ihr vom Fache.
Magister: So urteilen wir von jeder Sache.
Weil jede Sache nur soweit gilt,
Als sie passet in unser Bild...."
Das kommt mir in den Sinn, wenn ich Wotan, Freya oder Operon hier den belehrenden Zeigefinger erheben sehe. Was habe ich diese Kritikaster satt!

Am 27.02.2010 um 18:23 Uhr schrieb fliegende Holländerin:

Ja, was heißt denn, am Publikum "vorbei"inszenieren? Es gibt nicht DAS Publikum. Was dem einen nicht gefällt, mag der andere sehr wohl. Jedem kann man es wohl nie recht machen.

Am 27.02.2010 um 13:13 Uhr schrieb operon:

Ich bin auch sehr für den Erhalt unseres Theaters , der Theater und Orchester generell. Aber diese müssen auch einen Beitrag dazu leisten. Es ist in sehr vielen Theatern , egal ob Provinz oder nicht, dass sehr oft und mit eher steigender Tendenz am Publikum vorbei inszeniert wird. Schon die Stückauswahl ist nicht selten wenig glücklich. Vermeintliche Modernität im Theater wirkt häufig nicht so, sondern so, als würden es eher degenerative Prozesse sein, die da ablaufen. Selbstauflösung sozusagen, ohne es zu merken. Und wird dann gestrichen, ist das Geschrei groß.... Ich möchte das nicht pauschal verallgemeinern. Es ist nur
EIN Aspekt....

Am 26.02.2010 um 18:29 Uhr schrieb ein Dessauer:

Liebe Tabea, da rennen Sie bei mir offene Tore ein.
Ich sprach aber nicht von der Verteilung, sondern vom fehlenden Geld.
Auf dieser Meinungsseite von der Geldverteilungspolitik der Stadt und des Landes zu sprechen, soweit es über die kulturellen Einrichtungen und Angebote hinaus geht, würde wohl zu weit führen, auch über verblödete und verfettete Kinder. Die gibt es ja wohl schon jetzt zuhauf...
Die Diskussion hier muss m.E. darum gehen, was sich heute bzw. auch in einigen Jahren diese Gesellschaft in diesem Land an Kultur noch leisten will und noch leisten kann.
Heute ist ja der Ministerpräsident des Landes in Dessau, 'mal sehen, was er ZUM GELD FÜR DIE KULTUR IN DESSAU-ROSSLAU sagt.

Am 26.02.2010 um 15:48 Uhr schrieb Tabea:

Also, Herr Dessauer, ich lebe nicht nur jetzt, sondern auch noch in paar Jahren, wenn unsere Kinder wegen fehlender Bibliotheken, Theatervorstellungen und Museen sowie wegen fehlender sportlicher Betätigung völlig verblödet und verfettet sind. Was jetzt in die Tonne getreten wird, ist später nicht mehr zu retten. Wenn es jetzt keine sinnvollen Angebote für Geist und Körper mehr gibt, werden wir die (möglicherweise braune) Ernte später selbst zu (er-)tragen haben. Warum ist Geld, Millionen sind das, für eine blöde Nordumgehung und eine neue Muldbrücke da und nicht für die Erhaltung kultureller Stätten? Kommen die Touristen noch, um sich die Muldbrücke anzuschauen oder ist die Umgehung einfach dafür gedacht, dass man schneller an der zukünftigen Geisterstadt vorbeikommt? Klar ist das Geld knapp, aber eine sinnvolle Verteilung könnte das ein oder andere Übel wahrscheinlich beheben.

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