Peer Gynt

Dramatisches Gedicht von Henrik Ibsen zu Musik von E. Grieg

Musikalische Leitung Antony Hermus
Inszenierung Niklas Ritter
Chor Helmut Sonne
Dramaturgie Ronald Müller

Solvejg Angelina Ruzzafante
Anitra Anne Weinkauf
Schauspieler Jenny Langner | Antje Weber | Julian Mehne
22.06.12, 19.30Großes Haus Karten
06.07.12, 19.30Großes Haus Karten

Als der große norwegische Dichter Henrik Ibsen sein dramatisches Gedicht »Peer Gynt« 1874 auf die Bühne bringen wollte, wandte er sich an seinen Landsmann, den Komponisten Edvard Grieg, mit der Bitte, dafür die Bühnenmusik zu komponieren: instrumentale Vor- und Zwischenspiele, Melodramen, Chöre, Lieder, Tänze. Zwei Jahre später wurde das Stück mit Griegs Musik in Kristiania mit großem Erfolg uraufgeführt – ein Erfolg, der allerdings weitgehend auf Skandinavien beschränkt blieb. Hingegen erlangten die beiden Suiten, die Grieg aus der Schauspielmusik zusammenstellte, auch international eine große Verbreitung. In unserer szenisch-konzertanten Aufführung werden die populäre Musik von Edvard Grieg und die Dichtung Henrik Ibsens wieder zusammengeführt und gemeinsam erlebbar, gestaltet von Schauspielern, Gesangssolisten, dem Opernchor und der Anhaltischen Philharmonie.

Der Titelheld Peer, ein Bauernbursche, verspürt den unbändigen Drang, zu den Großen dieser Welt aufzusteigen. Doch seine Vitalität schlägt nur allzuoft in egoistische Hemmungslosigkeit um, seine Fantasie in Fantasterei. Die Mutter ist dem Jungen nicht mehr gewachsen, bei den Dorfbewohnern ist er unbeliebt. Von der Hochzeitsfeier weg entführt er die reiche Braut Ingrid, lässt aber wieder von ihr ab, weil er auf dem Fest das Mädchen Solvejg kennengelernt hat. Doch auch sie kann ihn nicht halten. Peer erlebt Abenteuer in der fantastischen Welt der norwegischen Berggeister und Trolle. Er verführt die Tochter des Bergkönigs, weigert sich jedoch, einer der ihren zu werden und entflieht. Es zieht ihn in die Ferne, wo er als bedenkenloser Kapitalist und Sklavenhändler im Laufe der Jahre großen Reichtum erwirbt und schließlich doch alles wieder verliert. Als alter Mann erst kehrt Peer nach Norwegen zurück. Sein Schiff strandet, und er überlebt, indem er einen anderen Menschen aus dem Rettungsboot stößt. Auch jetzt irrt er noch umher. Endlich findet er Frieden in den Armen Solvejgs, die all die Jahre auf ihn gewartet hatte.