Der deutsche Kleinbürger Klapproth lebt in der Provinz und möchte in der Hauptstadt etwas ganz Besonderes erleben. Eine echte Irrenanstalt kennenzulernen, wäre nach seinem Geschmack. Da kann er daheim in Kyritz mit Stolz seinen Skatbrüdern berichten, wie ausgenommen irre es in der großen Welt zugeht. Also beschließt sein Neffe Alfred, dem reichen Onkel Gutes zu tun und einen in Aussicht gestellten Kredit nicht zu gefährden. Er erklärt eine Pension, zwei Stockwerke über seiner Stammkneipe, zur geschlossenen Anstalt. Jene »Pension Schöller« weiß natürlich nichts von diesem »Glück«, doch scheint sie geradezu prädestiniert für ein solches Unterfangen. Hier finden sich recht illustre Pensionisten, ein Panoptikum deutscher Lebens- und Wesensart, ein Major und Frontkämpfer im Ruhestand, eine »bisschen nervöse« Schriftstellerin, ein »löwenjagender Entwicklungshelfer«, oder der Sohn des alten sangesfreudigen Schöller, der allzu gern aufs Theater will und doch nicht darf und dies nicht allein, weil er sprachlich über eine »leichte L&N Verwechslungs-schwäche« verfügt. Den betuchten Kleinbürger freut das irre Treiben, er verweigert nicht einmal freundschaftliche Bande mit den »Insassen« zu knüpfen und die so attraktive, wie hysterische Schriftstellerin geht ihm gar an die Wäsche. Klapproth ist glücklich und seinem Neffen winkt endgültig der fette Kredit. Alles würde wie am Schnürchen weiter laufen, käme die Liebe nicht hinzu. Denn Neffe Alfred verliebt sich in des alten Schöllers fesche Tochter und die in ihn. Die Komödie nähert sich unaufhaltsam der Katastrophe, denn gleich begehrt Schwiegervater Schöller seinen Schwiegersohn Klapproth in die Arme zu schließen, nicht ahnend, dass es zwei Herren mit diesem Namen gibt, einen jungen und einen alten. Schöller, der vermeintliche Anstaltsleiter, rauscht also nach Kyritz, dem falschen Schwiegersohn entgegen. Komik grenzt endgültig an Katastrophe und »Wer bestellt, muss auch zahlen!« Denn bevor es zu diesem alles offenbarenden »Familientreffen« kommen kann, stattet die Schar der hauptstädtischen »Irren« dem Hause Klapproth bereits einen freundschaftlichen Besuch ab und der komplette Wahnsinn erobert endlich die Provinz.

