Der holländische Dirigent Antony Hermus trat in der Saison 2003|2004 die Nachfolge von Georg Fritzsch als Generalmusikdirektor des Philharmonischen Orchesters Hagen und des Theater Hagen an, die er 2008 beendete.
Hermus kam 1998 an das Hagener Theater und arbeitete sich dort in nicht einmal fünf Jahren vom Praktikanten über die Positionen des Studienleiters (1999 – 2001) und 1. Kapellmeisters (2001 – 2003) zum Generalmusikdirektor (2003 – 2008) hoch.
Sein Repertoire umfasst etwa 200 sinfonische Werken und ca. 50 Opern, wovon er viele Neuproduktionen zur Premiere brachte, u. a. »Carmen«, »Don Giovanni«, »Le Nozze di Figaro«, »Faust«, »La Bohème«, »Tosca«, »Katja Kabanova», »L’Enfant et les sortilèges«, »Il barbiere di Siviglia«, »La Forza del Destino«, »Der fliegende Holländer«, »Tannhäuser«, »Die tote Stadt«, »Elektra«, »Manon« und »Falstaff«.
Neben dem Dirigieren des »Standardrepertoires« war Antony Hermus in Hagen auch verantwortlich für etliche Wiederausgrabungen, u. a. »Königskinder« (Humperdinck) und »Kleider machen Leute« (Zemlinsky). Auch dirigierte er viel zeitgenössisches Repertoire, in der Oper zuletzt Knussens »Where the Wild Things are«, die Weltpremiere der Neufassung von Eggerts »Helle Nächte« und die westdeutsche Erstaufführung von Jake Heggies »Dead Man Walking«.
In den vergangenen Jahren stand er u. a. am Pult der Nürnberger und der Bochumer Symphoniker, der Philharmonischen Orchester in Duisburg, Magdeburg, Freiburg, Kiel, Oldenburg und Rostock, sowie des RTE National Symphony Orchestra of Ireland und das Orchestre de Bretagne

In der Spielzeit 2011/2012: Der Protagonist/ Der Bajazzo (I Pagliacci), Chowanschtschina, La Bohème, Götterdämmerung, Peer Gynt