Die Stimme des in Bremervörde bei Hamburg geborenen Opernsängers Ulf Paulsen lässt sich nicht so leicht in eine gängige Fachschublade drängen. Sein Stimmumfang ermöglicht es ihm, Rollen des Baritonfachs ebenso überzeugend zu gestalten, wie Partien aus dem Bereich des Bassbariton- und sogar des Bassfachs (Wassermann, Sarastro). Seine Ausbildung erhielt Ulf Paulsen bei Frau Professor R. Peter in Köln. Nach anfänglichen Gastverträgen, u.a. in Wuppertal, bekam er 1996 eine erste Festanstellung am Stadttheater Görlitz, wo man ihn bezeichnenderweise gleich zu Beginn mit den so unterschiedlichen Rollen des Germont in Verdis „La Traviata" und Kaspar im „Freischütz" betraute. Ab 1998 sang er als ständiger Gast auf der Bühne der Statní Opera Praha, sowie auch 2000 seinen ersten Kurwenal am Prager Nationaltheater unter der Leitung von Jiri Kout. Seit 2001 ist Ulf Paulsen festes Mitglied des Anhaltischen Theater Dessaus, wo er gleich zweimal den Zuschauerpreis „Theo" verliehen bekam, nämlich für seinen Wassermann und zwei Jahre später für seinen „Don Giovanni". Gastspiele führten ihn darüber hinaus u.a. nach Braunschweig, Halle, Chemnitz, Wroclaw, Liberec, Münster, Hagen und Trier. Dabei hatte er die Gelegenheit mit so namhaften Kollegen zusammenzuarbeiten, wie Kent Nagano, Gabriele Schnaut, Kurt Rydl, John Treleaven, Doris Soffel, Peter Herbolzheimer, Konstantin Wecker, Dirk Bach und Hella von Sinnen. Am Anhaltischen Theater Dessau ist er in der Spielzeit 2010/2011 u.a. in der „Richard-Wagner-Gala“, als Graf René Anckarström in „Ein Maskenball“, Dr. Falke in „Die Fledermaus“, Selva in „Die Stumme von Portici“, Friedrich von Telramund in „Lohengrin“, Withelaw Savory in „One Touch of Venus“, als Wirt in „Der Protagonist“, Tonio „Der Bajazzo [I Pagliacci]“, als Schaklowity in „Chowanschtschina“ und als Guglielmo in „Così fan tutte“ zu erleben.
In der Spielzeit 2012/2013: Die Fledermaus, La Bohème, Faust, Aida, Siegfried, Operngala, Esclarmonde, Der Liebestrank - L´elisir d´amore