Salon Bolschewique
Unbekümmert um Zielgruppen, Ansprechpartner, Resonanzen und Protest widmet sich die Reihe „SALON BOLSCHEWIQUE“ seit 2004 der Präsentation ungewöhnlicher wie unkonventioneller Ansichten, kompromiss- wie folgenloser Kritik, guter und komischer Literatur, wahnwitzigen und anmaßenden Entertainments. Lesungen, Vorträge, Konzerte, Preisboxen und Wettessen: Form und Inhalt korrespondieren nur bedingt, wenn ab jetzt in regelmäßigen Abständen der Beatclub Dessau und das Anhaltische Theater zum „SALON BOLSCHEWIQUE“ in das »Alte Theater« einladen.
21.12.2011 „Hausfrauen fragen – Wissenschaftler antworten“
Der Science Slam – das dem Poetry Slam entlehnte Format, bei dem allerdings nicht selbstgeschriebene Texte, sondern selbst erarbeitete Forschungsergebnisse, wissenschaftliche Sachverhalte oder kurze Abhandlungen verschiedenster Themen präsentiert werden (und das mittlerweile in jeder Großstadt seine Anhänger gefunden hat) – erfährt bei dieser Veranstaltung eine kleine, aber entscheidende Modifikation. Ein Podium, bestehend aus 3 Hausfrauen, befragt einen Referenten zu einer zuvor von diesem dargelegten Problematik. Das Publikum soll natürlich ebenfalls Fragen stellen, zuletzt müssen aber die Hausfrauen einen kurzen Test zum Thema bestehen. Auf unterhaltsame Weise erfährt man so mehr zu Themen, die zwar allgegenwärtig und präsent sind, über die aber die wenigsten mehr wissen, als die üblichen Gemeinplätze hergeben. Moderiert wird das Ganze wie immer von Thorsten Köhler.
Die kommende Ausgabe widmet sich der „Heisenbergschen Unschärferelation“. Diplomphysiker Jens Koch referiert zu dieser Problematik und wie handelt es sich hier um ein Thema wie geschaffen für dieses Format und Gelegenheit genug, sein eigenes Halbwissen zu prüfen.
Thema: Die Heisenbergsche Unschärferelation
Referent: Jens Koch (Diplomphysiker)
Moderation: Thorsten Köhler
Einlass: 19.00 Uhr
Beginn: 20.00 Uhr
Ort: Altes Theater - Foyer
Eintritt: 3,- Euro
4.4. Lesung: Wiglaf Droste
Wiglaf Droste, 1961 in Herford/ Westfalen geboren, lebt in Leipzig oder auf Reisen, schreibt für den Funk, die FR und die SZ, gibt gemeinsam mit Meisterkoch Vincent Klink die kulinarische Kampfschrift “Häuptling eigener Herd” heraus, leiht seine Stimme auf Hörbüchern verehrten Kollegen wie Voltaire, Dashiell Hammett, Volker Kriegel, Peter Hacks, Kinky Friedman und James Krüss, war Redaktuer u.a. bei TAZ und Titanic. Wiglaf Droste findet für die Schönheit des Lebens ebenso treffende Worte wie für den Zustand der Welt und ihrer medienmutantischen Bewohner. Für seine harsche, polemische, liebevoll wortschöpferische und lyrische Sprache wurde Wiglaf Droste 2003 mit dem Ben Witter-Preis und 2005 mit dem Annette von Droste-Hülshoff-Preis ausgezeichnet.
Siehe auch: www.salon-bolschewique.de

