Trinkhalle

Abendmatinee zu den Schauspielpremieren
im Restaurant & Bar „Altes Theater“

An der Mauerecke zur Kreuzung Sieben Säulen, direkt an der Dessauer Meisterhaussiedlung, wurde 1932 die Trinkhalle errichtet. Entwurf: Mies van der Rohe, Bauleitung: Eduard Ludwig. Über jenen weißen, aus der Mauer auskragenden Kiosk mit markantem Dach schrieb die "Anhalter Woche": „…Ein Bedürfnis für eine solche Halle ist natürlich nicht vorhanden ... Aber an dieser Erfrischungshalle (vis à vis zu den Sieben Säulen) ist weder Preis noch der Bauherr das interessanteste. Weit fesselnder ist vielmehr wieder einmal die sogenannte „künstlerische“ Seite der Angelegenheit.“
Diese Trinkhalle existiert nicht mehr und wer weiß, sie entsteht vielleicht an alter Stelle wieder und belebt das Areal um die „Sieben Säulen“ wie einst in den dreißiger Jahren. Bis dahin wollen wir jedoch an das Prinzip jener Trinkhalle an einem anderen Ort erinnern und kombinieren aufs Neue jene zwei Seiten, die die alte Trinkhalle wohl ausmachte, die künstlerische und das nicht minder wichtige Bedürfnis nach einem kühlenden Getränk. Bislang gab es an einem Sonntagmorgentermin im Foyer des Großen Hauses eine morgendliche Einführung zur jeweils anstehenden Premiere im Schauspiel. Regisseure, Ausstatter, Dramaturgen berichteten über ihre Konzepte, erzählten Wissenswertes über Inhalte, Absichten, Spielweisen; Schauspieler gaben Textproben, sangen, musizierten und machten dem Publikum Appetit auf die folgende Aufführung. Das wird auch künftig so sein, doch in Zukunft möchten die Produktionsteams und ihre Ensembles dem Publikum, neben einer möglichst sinnlichen Präsentation, noch etwas mehr bieten. Von »Hamlet«, »Der Turm« bis zum »Besuch der alten Dame« lädt das Schauspiel in die neue Trinkhalle im jüngst eröffneten Restaurant Altes Theater zur abendlichen Matinee. Dort wird man nicht mehr nur alles künstlerisch Wissenswerte rund um eine Aufführung erfahren, sondern bei Bier, Kaffee, Wein, Stillem Wasser oder einem guten Essen, in bester Trinkhallentradition mit den jeweiligen Künstlern ins Gespräch kommen.



Trinkhalle Nr. III trifft auf „Blaue Katzen“!

Abendmatinee zur Premiere des Schauspiels „Der Besuch der Alten Dame“ von Friedrich Dürrenmatt

In der „Trinkhalle Nr. III“ treffen einmalig zwei Veranstaltungsformate aufeinander: Die geplante Talkrunde „Des Nachts sind alle Katzen blau“ wird vom 23. März auf den 1. April verschoben und zum Teil der „Trinkhalle“ Nr. III – einer Abendmatinee, zu der das Anhaltische Theater am 1. April um 19 Uhr ins Foyer des Alten Theaters einlädt.

Schauspieldramaturg Holger Kuhla moderiert den Abend und kommt mit Regisseur Reinhard Göber über Leben, Kunst und die Liebe ins Gespräch. Überdies wird die bevorstehende neue Inszenierung im Schauspiel, „Der Besuch der Alten Dame“, durch und mit künstlerisch Beteiligten vorgestellt. Der Abend macht Appetit auf die Premiere am 7. April, denn dann ist es schließlich soweit: Sie ist endlich da, die milliardenschwere Witwe Claire Zachanassian und eine hoch verschuldete Stadt im Osten darf mit einem beachtlichen Geldsegen rechnen. Doch vor den Preis hat der liebe Gott bekanntlich mehr als nur den Schweiß gesetzt. Denn die noble Spenderin verlangt als Gegenwert von den Bürgern ihrer Geburtsstadt nicht weniger, als dass man ihr den ehemaligen Geliebten tot vor die Füße legt. Der Regisseur Reinhard Göber inszeniert in Dessau zum ersten Mal und mit dem „Besuch der Alten Dame“ eine wohlbekannte Komödie und ein „Stück“ spannungsreicher Gegenwart. Und wie das Erfolgsstück von Friedrich Dürrenmatt auf die Dessauer Bühne kommen wird, darüber geben Schauspieler, der Regisseur Reinhard Göber, die Ausstatterin Ariane Salzbrunn und die Dramaturgen in der Trinkhalle Nr. III Auskunft.

Der Eintritt ist frei.